Während der Einführende Blogeintrag zur Ahnenfamilie Rudolf Eriksen noch in Arbeit ist, kann in der Zwischenzeit bereits der vorliegende Beitrag zur Ahnenfamilie Annaliese Renke veröffentlicht werden. Dieser Beitrag ist nämlich aufgrund einer überschaubaren Datenlage schnell geschrieben.

Die Familienforschung zur Ahnenfamilie Renke beginnt mit dem Nachlass von Annaliese Renke. Neben den persönlichen Fotografien ist auch ein Foto ihrer Eltern, des Schuhmachers Heinrich Johann Renke und seiner Ehefrau Elise Anna Bohling erhalten geblieben. Deren Hochzeit fand laut Stammbuch Priet-Renke im Oktober 1926 im niedersächsischen Ort Stotel statt. Ebenfalls im Nachlass enthalten sind ihre Geburtsurkunde, die Sterbeurkunde ihres Bruders Karl-Heinrich Renke, sowie ein besonderes Artefakt: ein Artikel aus der Nordsee-Zeitung1 über ihren Bruder, Schuhmacher Erwin Renke. Zudem kann ihr beruflicher Werdegang anhand von Melde-, Lohnsteuer- und Quittungskarten der Invalidenversicherung zumindest in Teilen rekonstruiert werden.

Meine bisherige Forschung: Online gab es zu den oben genannten Personen bisher nur wenig zu finden. Renke ist zudem ein häufiger Familienname und eine Suche ohne weitere Eingrenzung liefert zu viele Treffer, um ihnen im Einzelnen nachgehen zu können. Treffer zu ‚Johann Renke‘ oder ‚Heinrich Renke‘ gibt es u.a. in Vegesack und Verden. Aber diese Vornamen zählen nachweislich zu den beliebtesten zu jener Zeit2 und sind daher keine guten Indikatoren für ein tatsächliches Verwandtschaftsverhältnis. Das Hochzeitsjahr 1926 sowie die mündlich überlieferten Geburtsjahre 1903 und 1904 der Eltern sind zudem zu jung, um im Ortsfamilienbuch Stotel3 direkte Anknüpfungspunkte finden zu können. Laut einem Index des Kreisarchivs Cuxhaven wurde die Geburt einer Elise Anna Bohling im Jahr 1904 im Standesamt Hollen registriert, das könnte passen.

Insgesamt ist die Ahnentafel zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr überschaubar:

Ahnentafel Annaliese Renke

Was ist noch offen und wie kann die Forschung weitergehen? Annaliese hatte mindestens acht Geschwister. Dem Verfasser waren drei davon persönlich bekannt. Die Namen von acht Geschwistern sind in der engeren Familie soweit auch noch bekannt, deren Geburtsjahre jedoch nur teilweise. Zu fünf Geschwistern von Annaliese konnten im Internet zumindest ein paar Daten aus Todesanzeigen und Grabstellen-Dokumentationen gefunden werden. Auch hier fehlen allerdings zu drei uns bekannten Geschwistern noch Daten.

Um bezüglich der Ahnenfamilie Renke weiter zu kommen, benötigt es zunächst Informationen aus den standesamtlichen Registern. Ein Besuch im Kreisarchiv Cuxhaven in Otterndorf ist in Vorbereitung. Es ist allerdings noch unklar, ob die nötigen Dokumente vor Ort tatsächlich eingesehen werden können, oder ob ein Besuch im Archiv aufgrund von Sperrfristen erst in der Zukunft sinnvoll erscheint. Derzeit scheint das Archiv zudem aufgrund von Personalmangel keine geregelten Öffnungszeiten zu haben.

Ein weiterer Ansatz ist es, bei den Nachfahren der Geschwister von Annaliese nachzufragen, ob noch irgendwo Informationen oder gar Dokumente zu den Vorfahren der Familie Renke vorhanden sind.

  1. NZ Ausgabe vom 16.12.1982, S. 13 ↩︎
  2. Vgl. Friedrichs (1997): Die Einwohner des Kirchspiels Debstedt, S. 6 ↩︎
  3. Behrens, Friedrich-Lissau et. al (1996): Die Einwohner von Stotel, 1678-1900 ↩︎