Was bisher geschah

Dieser erste Beitrag im Ahnenblog ist ein Rückblick auf meine Erfahrungen in der Familienforschung, bevor dieser Ahnenblog entstanden ist. Einzelne hier nur angerissene Episoden werden sicherlich in zukünftigen Blog-Beiträgen vertieft. Zum Einstieg jedoch ein kurzer Überblick über die Anfänge meiner Ahnenforschung.

Als Kind, Jugendlicher und junger erwachsener hatte ich wenig bis gar kein Interesse an Geschichte allgemein und genauso wenig an Geschichten über entfernte Verwandte. Das Interesse an der Vergangenheit, den Menschen und der Herkunft meiner Vorfahren kam leider erst so richtig zum Vorschein, als bereits alle meine vier Großeltern verstorben waren. Sie haben leider eine Menge unwiederbringlicher Informationen mit ins Grab genommen, so wie viele Generationen vor ihnen.

Um das Jahr 2020 konnte ich anhand der Erinnerungen meiner Eltern einen ersten kleinen Stammbaum aufs Papier bringen. Dieser kam jedoch über die Generation meiner Urgroßeltern nicht hinaus. Aber der Anfang war gemacht und das Ahnenthema fortan im Unterbewusstsein verankert. Ein Stammbuch meiner Großeltern väterlicherseits sowie diverse Unterlagen und Fotos aus dem Nachlass meiner Großeltern bildeten zudem einen ersten Fundus für meine Ahnenforschung, der jedoch zunächst nicht weiter angerührt wurde.

Ende 2021, nach der Geburt meiner Tochter Henrike, habe ich mich wieder mit der Familienforschung beschäftigt. Ich nahm schriftlichen Kontakt zu Maruth, meiner Tante 2. Grades, auf. Sie konnte mir einen Zeitungsartikel sowie Fotos vom Stammbuch meiner Urgroßeltern väterlicherseits, Johann und Herta Priet, zukommen lassen (leider waren dort keine Eltern eingetragen). Bei einem langen Telefongespräch konnte sie mir zudem einige Fragen beantworten und mit vielerlei wichtige Tatsachen berichten. Bedingt durch das Familienleben mit einer kleinen Tochter und meinem nebenberuflichen Studium hatte ich dann zunächst eine weitere Forschungspause eingelegt.

Zwischen Weihnachten und Silvester des Jahres 2023 habe ich dann die nächsten Nachforschungen angestellt. Direkt nach der Abgabe meiner Masterarbeit beschäftigte ich mich nun mit den Vorfahren meiner Oma mütterlicherseits, die aus dem Sudentenland stammten. Nach langer Suche habe ich meine Urgroßeltern Stephan und Valerie Krickl in einer genealogischen Datenbank gefunden. Anhand der Geburtsdaten konnte ich dann sogar ihren Heiratseintrag in den Kirchenbüchen des Heimatortes einsehen, da diese teilweise online verfügbar sind.

Im Herbst 2024 hat das Thema Ahnenforschung dann weiter an Fahrt aufgenommen. Ich habe die vorhandenen Informationen systematisch geordnet und Anknüpfungspunkte für die weitere Suche herausgearbeitet. Ein besonderer Glücksfall war der Kontakt zu Yvonne, meiner Cousine 2. Grades. Sie konnte mir u. a. Geburtsdatum und den Geburtsort Neuhaus (Oste) unseres gemeinsamen Ururgroßvaters Johann Severin Eriksen mitteilen. Zudem war die Unterhaltung mir ihr Ausgangspunkt für eine Nachfrage bei meinem Onkel Herbert, welcher mir daraufhin umgehend hochauflösende Scans der Ahnenpässe meiner Großeltern mütterlicherseits zur Verfügung stellte. Direkt bei meinem ersten Besuch in der Bibliothek der Männer vom Morgenstern konnte ich anhand der transkribierten Kirchenbuch-Aufzeichnungen des Ortes Neuhaus an der Oste die Eltern und Großeltern von Johann Severin Eriksen ausfindig machen und meinen Stammbaum entsprechend erweitern. Zeitgleich reifte die Idee, meine Familienforschung in Form des vorliegenden Ahnenblogs zu dokumentieren.

Zusammenfassend hatte ich großes Glück bei meiner bisherigen Ahnenforschung, und ich hoffe es hält noch ein wenig an. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags habe ich aus Zeitmangel noch immer nicht alle vorliegende Informationen und Aufzeichnungen ausgewertet. Ich bin jedoch voller Tatendrang und beschäftige mich regelmäßig mehrmals pro Woche mit der Familienforschung. Einige der genannten Sachverhalte werde ich sicherlich auch hier im Blog nochmals aufgreifen und vertiefen. Die nächsten Beiträge werden sich dann mit dem aktuellen Forschungsstand sowie einem Ausblick auf geplante Forschungsetappen beschäftigen.

Vielen Dank an alle, die mich bei der Ahnenforschung unterstützen!